Die „dunkle Jahreszeit" – Hochsaison für Einbrecher

Jedes Jahr bekommt man es über die Medien mit – „Die dunkle Jahreszeit“, also der Herbst und Winter, ist die Jahreszeit mit den meisten Einbrüchen. Über Zeitungen, das Radio und das Fernsehen wird vor vermehrten Einbruchsversuchen gewarnt – aber warum ist das eigentlich so? Warum sind Einbrecher im Winter aktiver?

Warum wird im Winter mehr eingebrochen als im Sommer?

Diese Frage ist recht leicht zu beantworten: Es wird früher dunkel. Spätestens ab dem letzten Sonntag im Oktober, also ab dem Tag, an dem die Uhren eine Stunde zurückgestellt wird, geht die Einbrechersaison so richtig los. An diesen Tagen wird es ab 16 oder 17 Uhr dunkel. Das bedeutet für Einbrecher: Da Menschen um diese Uhrzeit meistens wach sind und es dunkel wird, würde jeder in seiner Wohnung oder in seinem Haus das Licht einschalten – vorausgesetzt er ist zuhause. Wenn ein Haus um 17 Uhr komplett dunkel ist, dass ist die Wahrscheinlichkeit, dass niemand zuhause ist also sehr groß – ein Einbruch ist also relativ ungefährlich. Außerdem profitieren Einbrecher davon, dass sie in der Dunkelheit „abtauchen“ können – im Schutze der Dunkelheit können Sie nur schwer von Nachbarn entdeckt werden ( daher ist eine gute Außenbeleuchtung für den Einbruchschutz sehr wichtig!).

Wie verbessert man seinen Schutz vor Einbrechern in der dunklen Jahreszeit?

Vor allem wenn man länger als bis um 16 Uhr (also wenn es dunkel wird) arbeitet und somit nicht im Haus ist, sollte seine Anwesenheit einfach vortäuschen. Dazu sind zum Beispiel Zeitschaltuhren geeignet. Am besten Sie stellen die Zeitschaltuhren so ein, dass in mehreren Zimmern bereits zur ersten Dämmerung das Licht angeht. Nutzen Sie wenn möglich einen Zufallsgenerator um das ganze undurchschaubar(er) zu machen.

Aber vorsichtig: Eine Zeitschaltuhr allein schützt noch nicht vor Einbrechern. Viele Langfinger enttarnen dieses Mittel: Sie werfen einfach ein paar Steinchen an die beleuchteten Fenster und warten, ob jemand darauf reagiert. Ist dies nicht der Fall, wissen sie, dass wahrscheinlich trotz licht niemand zu Hause ist. Um diesen Verdacht zu untermauern könnten die Einbrecher auch klingeln oder über das Internet die Telefonnummer des Hauses heraussuchen und einfach anrufen. Öffnet niemand die Tür oder geht niemand ans Telefon, ist ein Einbruchsversuch wahrscheinlich.

Man sollte also noch weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen, eine gute Außenbeleuchtung und eine einfache Alarmanlage wirken da wunder. Weitere Tipps, wie Sie ihr Haus vor Einbrechern schützen, finden Sie hier im Blog.

Bildquellenangabe: Lutz Stallknecht / pixelio.de